Das Trainergespann der G-Junioren

Das Trainergespann

Wenn Eltern ihre Kinder einem Trainerteam anvertrauen, sollten sie unseres Erachtens ein wenig darüber informiert sein, in wessen Obhut sie ihren Nachwuchs geben. Daher möchten wir uns vorstellen und etwas zu unserer Auffassung von Kinderfußball darlegen.

Arne Lewandowski:
Ich bin seit über 20 Jahren ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv, seit September 2000 trainiere ich Kinder- und Jugendmannschaften im Fußball: von der G- bis zur B-Jugend; Jungen, Mädchen, gemischte Mannschaften; Kreisklasse bis SH-Liga als Co-Trainer. Wie die meisten Trainer bin ich über meine Kinder zum Trainerdasein gekommen. Nach der Teilnahme an einer Kurzschulung des KFV bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Trainerausbildung die Basis für ein optimales Training im Nachwuchsbereich darstellt. Diese Ausbildung habe ich im Jahr 2007 durchlaufen. Fortbildungsangebote nehme ich regelmäßig wahr.

Meine Philosophie vom Kinder- und Jugendfußball folgt den Ansichten und Empfehlungen des DFB: Das bestmögliche Fördern und Fordern durch alters- und leistungsgerechte Trainingsinhalte und Wettkämpfe orientiert sich an anderen Kriterien als an Siegen und dem Tabellenplatz. "Altersgerecht" bedeutet hierbei, dass ich nicht in der G-Jugend die Viererabwehrkette und im Altherrenbereich Finten trainiere. Die konkreten Inhalte bei den jeweiligen Schwerpunktthemen richten sich nach den Fähigkeiten der Spieler. Es geht darum, die jungen Spieler umfassend zu schulen - und dies spielerisch, mit Spaß und der Entfaltung der eigenen Kreativität, ohne Überforderung, ohne Leistungsdruck. Dann ist die Chance für eine lange Fußballerkarriere am größten.

Ich habe in jeder Woche nur begrenzt Zeit für das Training, diese Zeit sollte - auch in einer G-Jugend - bestmöglich genutzt werden. In der G-, F- und E-Jugend lauten die Schwerpunkte vielseitige Bewegungsschulung, Koordination und Technik! Mehr hierzu ist unter Training in der G-Jugend: eine spannende Spielstunde! zu finden. Wenn Kinder mit Spaß in der G-Jugend mitmachen, lernen sie spielerisch die Grundlagen, die sie benötigen, um später ihre Technik zu verbessern, im Jugendbereich bei der Individual- und Gruppentaktik dazuzulernen.

Ich bin kein Freund des 'Marionettenfußballs' durch ständige Traineranweisungen: "Du musst abgeben! Und jetzt quer! Spiel zurück! Seitenwechsel!" Mir ist es wichtig, dass die Spieler durch die im Training erlernten Fähigkeiten eigene Entscheidungen treffen, um aus diesen Entscheidungen wiederum lernen zu können! Das Schlimmste, was bei einer falschen Entscheidung eines Spielers passieren kann, ist, dass der Gegner ein Tor schießt. Aber so ist Fußball: Wenn keiner einen Fehler macht, fallen keine Tore! Natürlich ist es schön zu gewinnen, aber ich verliere lieber mit einer starken Mannschaft gegen einen noch besseren Gegner, als dass ich mit einer weniger gut ausgebildeten Mannschaft gegen einen überforderten Gegner 5:0 gewinne. Mir sind die fußballerischen Fortschritte jedes einzelnen Spielers mehr wert als Ergebnisse und Tabellenplätze. 'Jeder Einzelne' bedeutet für mich: ALLE Spieler, die beim Training mitmachen, nehmen an den Wettkämpfen (Spiele, Turniere, später Punktrunden, Pokalspiele) teil - und nicht nur immer die besten Spieler. Wer zu einem Wettkampf mitkommt, spielt auch mindestens die Hälfte der Spielzeit. Auf der Auswechselbank oder zu Hause kann sich kein Spieler weiterentwickeln! Vorrangig die besten Spieler aufzustellen, vielleicht noch auf festen Positionen, mag für Siege und Staffelmeisterschaften hilfreich sein, mit fußballerischer Ausbildung hat dies nichts tun!

Mindestens bis zum alten Jahrgang C-Jugend (U15) spielen daher alle Spieler auf allen Positionen; Positionswechsel (z. B. rechter Stürmer mit dem linken Verteidiger) erfolgen auch während des laufenden Spieles und unabhängig vom Spielstand.

G-Jugend-Spieler haben 7 Jahre Zeit, sich auf das Spiel auf Großfeld ab der C-Jugend vorzubereiten. Diese Zeit für die fußballerische Ausbildung möchte ich ihnen geben.

Eine ehemalige Spielerin, die jedes Training als Chance gesehen hat, sich in ihrer Sportart weiterzuentwickeln, habe ich als Co-Trainerin gewinnen können.

Leonie Leege:
Ich bin im Jahr 2002 geboren, mit drei Jahren habe ich angefangen, im Verein Fußball zu spielen - also in der Altersklasse, in der ich jetzt Co-Trainerin bin: der G-Jugend. Ich war in der Kreisauswahl und im Stützpunktteam der Mädchen aktiv. Mittlerweile spiele ich in der ersten Frauenmannschaft des TSV Vineta Audorf. Bis zum Sommer habe ich Vereins-Mannschaften angehört, die in Jungenstaffeln gemeldet waren. Hier wurde ich mehr gefordert und gefördert.

Durch meine eigenen Erfahrungen weiß ich, wie wichtig eine umfassende fußballerische Ausbildung ist. Daher möchte ich auch immer weiter dazulernen. Als Arne mich fragte, ob ich ihn in seinem Traineramt unterstützen möchte, habe ich sofort zugesagt. Was ich durch meine Trainer gelernt habe, möchte ich gern weitergeben, die Kinder viel mit dem Ball üben lassen und ihnen so den Spaß am Fußball vermitteln.