Mit Fabian Doege steht seit diesem Sommer ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie der ersten Herren des Osterrönfelder TSV. Der 39-Jährige über seine Spielphilosophie, den ersten Eindruck vom Verein, die Zusammenarbeit mit seinem Trainerteam und darüber, warum Mentalität für ihn wichtiger ist als jede taktische Vorgabe.
Vom Abschiedsgedanken zum OTSV
Der Osterrönfelder TSV hat mit Fabian Doege einen Trainer verpflichtet, der weiß, wie Mannschaften wachsen. Fast zwei Jahrzehnte arbeitet er inzwischen als Coach. Nach erfolgreichen Stationen beim TSV Gadeland, dem TuS Nortorf und zuletzt dem Preetzer TSV beginnt nun am Bahndamm ein neues Kapitel.
Dabei stand ein Trainerjob eigentlich gar nicht mehr auf seiner persönlichen Agenda. „Eigentlich wollte ich wegen meiner beiden Firmen und der Familie aufhören", erzählt Doege. Gespräche mit Ligaobmann Kai Nacken-Hoffmann und Olaf Hansen (stellvertretender Abteilungsleiter Fußball) überzeugten ihn schließlich davon, beim OTSV einzusteigen. Dass mittlerweile auch Kim Michael Delfs die sportliche Entwicklung begleitet, bezeichnet Doege als großen Gewinn.
Schon nach den ersten Trainingswochen fühlt sich der neue Coach angekommen. „Ich kann mich komplett auf das Sportliche konzentrieren. Genau so war es abgesprochen – und genau so wird es gelebt."
Ein Trainer mit klaren Werten
Doege beschreibt sich selbst als ruhigen, konstruktiven Trainer. Zwar könne er auch einmal „fünf Minuten" haben, grundsätzlich wolle er aber Sicherheit ausstrahlen. „Ich bin fleißig, beschützend und fordernd." Seine Mannschaft soll mutigen Fußball spielen. „Wir wollen aktiv sein, zocken und intensiv Fußball spielen."
Mut statt Angst
Dabei richtet sich seine Spielidee immer nach dem vorhandenen Personal. „Es ist ein Players Game." Mentalität steht für ihn dabei über allem. „Eine gute Mannschaft weigert sich, zu verlieren." Diese Einstellung möchte er seiner jungen Mannschaft vermitteln.
Die bisherige Vorbereitung bewertet Doege positiv. Zwar sorgten Urlaube zunächst für wechselnde Trainingsgruppen, dennoch arbeite die Mannschaft konzentriert. Mit lediglich drei externen Neuzugängen kennt sich ein Großteil der Spieler bereits. „Es wird sechs bis zehn Wochen dauern, bis wir als Gruppe richtig zusammengewachsen sind."
Ein starkes Team neben dem Team
Großen Wert legt der neue Trainer auf sein Trainerteam. Mit Co-Trainer Eric Hartwich arbeitet er zum ersten Mal zusammen. „Kai hat ihn ausgesucht – und ich bin sehr zufrieden." Seinen anderen Co-Trainer Dirk Butenhoff kennt er dagegen bereits seit vielen Jahren.„Wir arbeiten komplett auf Augenhöhe."
Mehr als nur Punkte
Seine Ziele definiert Doege bewusst nicht ausschließlich über Tabellenplätze. Ein positives Torverhältnis wäre für ihn eine messbare Größe. Viel wichtiger sei jedoch, dass seine Mannschaft lernt, über Widerstände hinwegzugehen. „Ich möchte sehen, dass die Jungs jedes Spiel gewinnen wollen."
Wenn Fußball Freude macht
Privat verbringt der Familienvater jede freie Minute mit seiner Frau Jana-Marleen und dem gemeinsamen Sohn. Ein perfekter Sonntag beginnt für ihn mit einem langen Frühstück und Zeit in der Natur. Sein persönliches Fußballmotto begleitet ihn seit Jahren: „Fußball ist ein Spiel. Spiele müssen Spaß machen – und Spaß kommt von harter Arbeit."
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